Hoffnungsvolle Studie: Biotin bei Multipler Sklerose

Biotin

Bei der Behandlung von chronisch progredienter MS, einer besonders schwierig zu therapierenden Form der Multiplen Sklerose, gibt es nun laut einer Studie* einen Silberstreif am Horizont:

In der placebokontrollierten Doppelblindstudie an 154 Patienten konnte bei 12,6 Prozent der mit Hochdosis-Biotin Behandelten das Fortschreiten der Erkrankung gebremst bzw. eine Linderung der neurologischen Beeinträchtigungen erzielt werden. In der Gruppe der Placebobehandelten gab es in dem 2-jährigen Testzeitraum niemand. Beide Gruppen erhielten daneben die reguläre MS-Medikation.

Wenngleich der genaue Wirkmechanismus von Biotin bei der progredienten MS noch nicht bekannt ist, wird ein positiver Einfluss auf die Energieproduktion und evtl. sogar Regeneration der Neuronen vermutet.

Was ist Biotin?

Biotin ist ein Vitamin des B-Komplexes, auch Vitamin B7 genannt. Es ist als Coenzym am Aminosäurestoffwechsel beteiligt, bei der Neubildung von Fettsäuren, am Citratzyklus (Energiebereitstellung) und bei der Glukoneogenese (Bildung von Glukose aus Fetten oder Eiweißen).

Fehlt Biotin im Körper, kommt es unter anderem zu Müdigkeit, Depressionen, Muskelschmerzen durch Gewebeübersäuerung, Fettstoffwechselstörungen, Übelkeit und Durchfall.

Wie kann eine naturheilkundliche Begleittherapie bei MS helfen?

Neben Ernährungsumstellung und Bewegungstherapie kommen anthroposophische Präparate, Schüßler-Salze und Homöopathika in Betracht. Die Therapie zielt auf die Linderung der Symptome und Modulation des Immunsystems ab. Sprechen Sie mich gern an!

*Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27589059

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