Stört Sie etwas?

Störfeld

Herr Meier (Name geändert) hat seit Jahren wiederkehrende Schmerzen im rechten Knie. Ergebnis der orthopädischen Diagnostik: altersgerechter Verschleiß. Therapie: Schmerzmittel. Prognostisch steht irgendwann eine Knieendoprothetik an.

Eines Tages geht Herr Meier wegen Schmerzen an seinem wurzelbehandelten Zahn zum Zahnarzt. Der stellt fest, dass der Zahn nicht zu retten ist und zieht ihn.

Merkwürdigerweise treten ab diesem Tag auch die Knieschmerzen nicht mehr auf…

Dieses Beispiel illustriert ein Phänomen, das von naturheilkundlich orientierten Ärzten, Zahnärzten und – selbstredend – Heilpraktikern längst nicht mehr angezweifelt wird. Man spricht von einem Störfeld oder Störherd.

Störfeld oder Störherd – was ist das eigentlich?

Wenn man den Körper als harmonisch konzipiertes System versteht, das sich seinen äußeren und inneren Anforderungen entsprechend selbst reguliert, dann bindet ein Störfeld ständig Energie, die dann an anderer Stelle fehlt.

Das erklärt, warum man lange Zeit mit einem Störfeld leben kann, bevor Beschwerden auftreten: Solange man über ausreichend Energiereserven verfügt, kann der Körper das Problem kompensieren. Mit zunehmendem Alter oder unter Stress stellen sich dann plötzlich Beschwerden ein – und zwar an ganz anderer Stelle im Körper. Dann leidet man beispielsweise häufiger an Migräne oder Rückenschmerzen oder fühlt sich dauernd erschöpft. Oder die Gallenblase zwickt. Oder es kommt zu einer Histaminintoleranz. Oder es stellen sich Allergien oder Autoimmunerkrankungen ein u.s.w.

Zu den Störfeldern können Narben zählen, aber auch unverträgliches Zahnersatzmaterial.

Störherde sind unphysiologische Keimbesiedelungen, z.B. in Form chronischer Nasennebenhöhlenentzündungen, an wurzeltoten Zähnen oder den Tonsillen. Nicht zu vergessen: eine Fehlbesiedelung der Darmflora!

Das Tückische hierbei: Der Störherd selbst muss nicht unbedingt Beschwerden hervorrufen. Ein wurzeltoter Zahn beispielsweise tut nicht weh, solange ein Abszess nicht den Kiefernerv erreicht.

Woher weiß ich, ob ich ein Störfeld oder einen Störherd habe?

Eine einfache diagnostische Methode besteht darin, Narben oder vermutete Störherde kinesiologisch auszutesten. Keimbesiedelungen stellt man am besten über entsprechende Laboruntersuchungen, z. B. eine Darmfloraanalyse, fest.

Wie sieht die Therapie aus?

Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Bei zahnmedizinischen Beschwerden wenden Sie sich am besten an einen ganzheitlich orientierten Zahnarzt.

Liegt die Ursache im Darm, kommt eine Darmsanierung in Betracht.

Narben können mittels Lokalanästhetika und ggf. Organpräparaten unterspritzt oder akupunktiert werden. Ziel dabei ist es, durch eine gesteigerte Durchblutung eine Neuorganisation des betreffenden Gewebes zu erzielen und damit das Störfeld aufzulösen.

Bei Fragen sprechen Sie mich gern an!

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