Borreliose – Und weiter geht´s!

Leben! Trotz Borreliose.

Ob die Borreliose in ein chronisches Stadium übergeht, hängt stark von der Immunlage des Betroffenen ab. Das heißt: Bei einem schwachen Immunsystem ist die Gefahr groß, dass die Krankheit chronifiziert. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass die Borrelien ungebremst Neurotoxine produzieren und nach und nach den gesamten Körper schädigen können.

Gemäß der TCM schwächen Borrelien die tiefsten Schichten unseres Körpers. Das erklärt die Symptomenvielfalt, mit der manche Patienten zu kämpfen haben: z. B. Muskelkrämpfe, Herzstolpern, Polyneuropathie, Gelenkschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung…

Was heißt das nun für die Therapie?

Helfen Sie Ihrem Körper die Toxine loszuwerden!

Bei einigen Patienten werden die Neurotoxine über die Galle in den Darm ausgeschieden und über die Darmschleimhaut rückresorbiert.

Das belastet die Leber ungemein. Deshalb sollte sie unbedingt gestärkt werden, z. B. mit Extrakten aus der Mariendistel. Um den Leberstoffwechsel anzukurbeln, stehen u.a. verschiedene homöopathische oder pflanzliche Komplexpräparate zur Verfügung. Jedoch sollten diese nur nach genauer Indikationsstellung eingesetzt werden, um den ohnehin geschwächten Stoffwechsel nicht zu überfordern. Gleiches gilt für Leberwickel.

Auch eine Darmsanierung sollte in Erwägung gezogen werden.

Entzündung macht sauer – aber nicht lustig!

Durch die Toxine, die die Borrelien produzieren, entstehen im Gewebe Entzündungen, in deren Folge der Gewebe-pH-Wert sinkt. Es kommt also zu einer Gewebe-Übersäuerung. Diese wiederum erhöht das Schmerzempfinden. Der Körper gerät in Dauerstress – was wiederum die Entzündungsbereitschaft erhöht.

Unterbrechen Sie diesen Teufelskreis! Regulieren Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt. Dafür gibt es verschiedene Kräutertees, aber auch Basenpulver oder -tabs. Wohltuend sind auch Basenbäder oder Basenfußbäder. Patienten mit schweren Herz-Kreislauf- oder Nieren-Erkrankungen sollten sich unbedingt vorher medizinischen Rat einholen!

Omega-3-Fettsäuren, wie sie z.B. in Leinöl oder Lebertran vorkommen, wirken ebenfalls Entzündungen entgegen.

Für starke Nerven…

… gibt es hochwertige Vitamin-B-Komplexpräparate sowie Mikronährstoffe. Lassen Sie sich dazu individuell beraten.

Natürliche Lieferanten der B-Vitamine sind z. B.:

  • Hülsenfrüchte wie Erbsen, Kichererbsen, Kidneybohnen, Linsen
  • Hase, Kalbfleisch. Und selbstredend auch Rind- oder Schweinefleisch. Allerdings sollten Sie rotes Fleisch sparsam verzehren, weil es wiederum die Entzündungsbereitschaft erhöht.
  • Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Walnuss
  • Champignons, Brokkoli, Feldsalat, Karotten, Grünkohl
  • Buchweizen, Gerste, Grünkern.

Sehr reich an Mineralien ist unter den Getreidesorten die Hirse, die ich hier ausdrücklich empfehlen möchte.

„Gut Ding will Weile haben“

Dieser Spruch gilt bei der Behandlung der Borreliose in doppeltem Sinne:

  1. Die naturheilkundliche Therapie der chronischen Borreliose braucht Zeit. Eine so tiefgreifende Erkrankung, die den Körper oft über Jahre schädigt, kann logischerweise nicht von heute auf morgen verschwinden.
  2. Gönnen Sie sich die Ruhe, die Ihr Körper verlangt. Nehmen Sie sich Auszeiten. Akzeptieren Sie Ihre Grenzen. Bleiben Sie optimistisch: Suchen Sie sich bewusst Dinge, an denen Sie sich erfreuen können. Gehen Sie einem Hobby nach. Gehen Sie, wenn möglich, viel spazieren – frische Luft stärkt die Abwehrkräfte.

Weitere naturheilkundliche Ansätze sind:

  • Akupunktur
  • Stärkung des Körpers mittels homöopathischer Nosoden
  • Phytotherapie
  • Anthroposophische Organpräparate

Gute Besserung!

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