Borreliose! – Und nun?

Antibiotikum

Grundsätzlich gilt: Je früher Sie mit der Therapie der Borreliose beginnen, desto günstiger die Prognose. Erfahrungsgemäß heilen unter Antibiotikagabe innerhalb der ersten 4 Wochen nach Infektion 90 % der Fälle vollständig aus.

Mein Tipp: Nutzen Sie diese Chance!

Denn machen sich die Erreger erst einmal im Körper breit, sind sie einer Therapie – und auch dem eigenen Immunsystem! – nicht mehr ohne Weiteres zugänglich.

Warum ist das so? Borrelien sind sehr wandlungs- und widerstandsfähig. Unter anderem können sie sich in Körperzellen verstecken. Damit bleiben sie für das Immunsystem unsichtbar und sind für Antibiotika unzugänglich. Und selbst im Bindegewebe schaffen sie es noch die Immunzellen auszutricksen.

Das Wort „Antibiotika“ ist heute für viele zu einem Reizthema geworden. Unwillkürlich denkt man an eine völlig gestörte Darmflora und damit einhergehende Folgebeschwerden wie Durchfälle oder Candida-Befall. Zumal die Einnahme bei Borreliose über mindestens 2-3 Wochen erfolgen muss.

Unterstützen Sie Ihren Darm in dieser kritischen Zeit!

Wichtige Bakterien für die Darmflora sind Escherichia coli Nissle, Lactobacillus und Bifidobacterium. Diese Probiotika gibt es in Kapsel- oder Pulverform in verschiedenen Preisklassen. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf hochwertige Produkte mit lebensfähigen Keimen. Sie erkennen dies an der Abkürzung „KBE“ für kolloniebildende Einheiten. Gern berate ich Sie dazu.

Und wenn die Erkrankung schon chronisch ist?

Egal, ob Sie sich in Absprache mit Ihrem Arzt für oder gegen eine Antibiotikatherapie entscheiden – folgende Säulen einer naturheilkundlichen Therapie sollten Sie beachten:

Ernährung und Trinkverhalten

Da Borrelien aus Sicht der TCM sogenannte Hitze-Toxine in den Körper bringen, sollten Sie auf Lebensmittel und Zubereitungsarten verzichten, die diesen Effekt im wahrsten Sinne des Wortes weiter befeuern: z. B. Gegrilltes, Geräuchertes, Gebratenes, Alkohol, Kaffee, Yogi-Tees, Chili, Knoblauch, rotes Fleisch (v.a. Lamm, Ziege, Wild).

Günstige Zubereitungsarten sind: Kochen, Dünsten, frisch zubereitete Gemüsesuppen mit viel frischen Kräutern.

Als Getränke bieten sich an: Grüner Tee, Zistrosentee (der aufgrund seines hohen Polyphenolgehalts sogar das Bakterienwachstum hemmen soll), stilles Wasser, Kräutertees.

Trinken Sie ausreichend zwischen den Mahlzeiten (nicht zum Essen).

Da Zucker das Immunsystem schwächt, verzichten Sie besser auf Süßigkeiten und Kuchen. Greifen Sie stattdessen zu Obst. Das bringt Vitamine und hat gleichzeitig einen kühlenden Effekt. Besonders die Wassermelone wirkt zusätzlich entgiftend. Auch hier gilt: weniger ist mehr.

Und wie geht´s weiter?

Fortsetzung folgt…

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