Farbtherapie Teil 1: Eine Reise ins Grüne

Naturfoto

Entspannen im Grünen.

In unserer hoch technisierten Gesellschaft, in der immer mehr Menschen „unter Strom stehen“, suchen wir nach Inseln der Ruhe und Entspannung. Viele nehmen hohe Kosten in Kauf, um zumindest im Jahresurlaub einmal auf eine „einsame Insel“ zu fliehen, nur um dann festzustellen, dass Industrialisierung und Massentourismus auch dort Einzug halten.

Fragt man einmal die Leute, was sie denn im Allgemeinen mit einer „paradiesischen Landschaft“ verbinden, wird man ähnlich lautende Antworten erhalten: blühende Wiesen, klare Gewässer, üppige Wälder, Ruhe und Harmonie… Kurz gesagt: Natur pur!

Die Farbe, die wir damit am ehesten identifizieren, ist die Farbe Grün. Grün – genauer gesagt: Chlorophyll, der grüne Blattfarbstoff – ist der Inbegriff von Natürlichkeit, von Ursprünglichkeit, von „bio“. Grün wirkt „freundlich“ und anziehend. Das wissen auch Werbefachleute.

Aber warum ist das so? Auf körperlicher Ebene bewirkt Grün einen ausgeglichenen Muskeltonus. Nicht nur unsere Augenmuskeln entspannen sich im Grünen, auch unser Gemüt. Unsere Konzentration verbessert sich. Wir können unter dem Einfluss von Grün, vor allem Dunkelgrün, klarer denken. Und tatsächlich: Mancher Knoten im Kopf löst sich bei einem Spaziergang im Wald oder im Park. Hier wirken gleich zwei Aspekte positiv auf die Hirnleistung: die Bewegung und das Grün.

Kleine Übung:

Nehmen Sie eine Ihnen angenehme Körperhaltung ein. Schließen Sie die Augen und lassen Sie in Gedanken eine Naturlandschaft um sich herum entstehen. Nehmen Sie sich dafür die Zeit, die Sie brauchen. Lassen Sie alles Störende außen vor. Atmen Sie entspannt ein und aus, während Sie die Einzelheiten Ihrer Landschaft betrachten. Sehen Sie die Farben. Riechen Sie die Düfte. Hören Sie die Naturklänge. Fühlen Sie die wohlige Wärme, die ihren Körper durchfließt.

Vielleicht erinnern Sie sich auch konkret an ein angenehmes Erlebnis in der Natur. Lassen Sie es einige Zeit auf sich wirken und spüren Sie, wie es Ihnen jetzt damit geht.

Wenn Sie diese Übung von Zeit zu Zeit wiederholen, gelingt es Ihnen immer besser, kurz innezuhalten und bei Ihrer „Reise ins Grüne“ aufzutanken.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude!

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