Vom Arzt allein gelassen?

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Eichenmisteln

Wie Komplementärmedizin bei Krebs helfen kann

Die Diagnose „Krebs“ ist für Betroffene beängstigend, gleicht sie doch für viele einem Todesurteil. Und doch ist die moderne Onkologie heute einen enormen Schritt weiter als noch vor zwanzig Jahren.

Bei meiner Tätigkeit als Heilpraktikerin fällt mir allerdings wiederholt auf, wie selten sich Fachärzte um den Krebskranken als Individuum kümmern. Und wie wenig sie ihn als Teil des Therapieerfolgs einbeziehen.

Es scheint, als sei das oberste Ziel, „Leitlinien-konform“ zu therapieren. Da ist kaum die Diagnose ausgesprochen, schon steht der Termin für Chemotherapie oder Operation: der Patient wird gleichsam durchgereicht. Für Fragen oder gar Bedenken – keine Zeit.

Gegen Leitlinien ist an sich nichts einzuwenden. Gerade bei einer Erkrankung, die präzises und zielgerichtetes Vorgehen verlangt.

Aber wo bleibt der Mensch? Wie fühlt sich die Frau, die mit einer Brust-Operation konfrontiert wird? Was macht ein völlig ausgezehrter Mann, der innerhalb von zwei Wochen „erst mal wieder zu Kräften kommen“ soll, damit die Chemotherapie fortgesetzt werden kann? Und andererseits: Wie ergeht es dem Patienten, der für sich in Anspruch nimmt, ein gehöriges Wort mitzureden bei der Behandlung von „seinem Krebs“? Ein ganz heißes Eisen…

Immerhin…

… haben auch Ärzte begriffen, dass die Schulmedizin mit „Stahl und Strahl“ nicht das ganze Therapiespektrum abdeckt. Die neuen Leitlinien räumen nun auch der Psychoonkologie – also der psychologischen Begleitung von Krebskranken – eine bedeutende Rolle in der Therapie ein. Das begrüße ich sehr.

… Aber das reicht nicht!

Ganzheitliche Krebstherapie geht weiter. Die Patienten sollten z. B. auf ihre Ernährung achten. Der gut gemeinte Rat etlicher Ärzte, einfach zu essen, was schmeckt, geht oft ins Leere. Denn häufig schmeckt eben nichts mehr! Schuld daran sind vielfach die Medikamente selbst: der Mund ist trocken oder gar entzündet, das Schlucken fällt schwer – sogar bei Wasser. Alles schmeckt wie Pappe. Oft ist der ganze Verdauungstrakt in Mitleidenschaft gezogen, was sich beispielsweise in Bauchkrämpfen oder Durchfall äußert.

Hier empfiehlt sich neben Akupunktur eine Ernährung nach den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Diese berücksichtigt u.a. die Energielage des Patienten, die je nach Therapiestadium variieren kann.

Wenn das nicht genügt, um Vitalstoffdefizite zu decken, helfen gezielt verabreichte Vitamine und Mineralstoffe weiter. Das setzt natürlich eine sorgfältige Labordiagnostik und -kontrolle voraus. Und das Know-how, wann solche Stoffe eingenommen werden dürfen – und wann nicht! Was viele nicht wissen: Gerade die Medikamente, die in der Tumortherapie eingesetzt werden, sind regelrechte Vitalstoffräuber. Schwäche – auch des Herzmuskels – ist da vorprogrammiert.

Zur Unterstützung der Blutbildung und der Organfunktionen hat sich die Anthroposophische Medizin bewährt.

Mistel- und Enzymtherapie helfen dem Immunsystem bei der Enttarnung von Tumorzellen.

Sorgfältig gewählte homöopathische Mittel unterstützen die Psyche. Darüber hinaus natürlich auch das einfühlsame therapeutische Gespräch.

Ganz wichtig: Bewegung in der Natur und bewusstes Atmen. So gelingt es dem Körper besser, Zellgifte loszuwerden.

Zum Thema „komplementäre Krebstherapie“ gäbe es noch viel zu sagen. Worum es mir geht:

  • Wer an Krebs erkrankt ist, hat das Recht auf eine ihm angepasste Therapie.
  • Es geht nicht allein um „Leitlinien-gerechte“ Medizin, sondern um die angemessene Würdigung des Menschen in seiner Eigenheit.
  • Wer Krebs „heilen“ möchte, darf sich nicht auf die wie auch immer geartete Entfernung des Tumors beschränken.
  • Insofern kommt der Komplementärmedizin und immunologischen Krebsnachsorge als Rezidivprophylaxe eine große Bedeutung zu.
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